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prcdPRA

Bei prcdPRA handelt es ich um eine autosomal-rezessive Erkrankung der Netzhaut, welche zur vollständigen Erblindung des betroffenen Hundes führt.

Der prcdPRA Gentest steht für folgende Retriever-Rassen zur Verfügung:

  • Labrador Retriever
  • Chesapeake Bay Retriever
  • Nova Scotia Duck Tolling Retriever
  • Golden Retriever

RCS anerkannte Laboratorien, welche den Gentest auf prcdPRA anbieten.

Das RCS anerkennt die prcdPRA Gentests/-ergebnisse von den Laboratorien:

Beide Tests können über Laboklin abgewickelt werden.

Preise

Abwicklung und Aufbereitung der Proben über Laboklin:

Laboklin berechnet für die Abwicklung von Blutproben zur Auswertung durch Optigen
EUR 154.70 ink. MwSt. (ca. CHF 247.00).

Für die Abwicklung von Blutproben zur Auswertung durch Genindexe, gewährt Laboklin dem RCS einen Spezialpreis, dieser beträgt momentan CHF 103.00 inkl. MwSt.

Um den Spezialpreis für Genindexe in Anspruch zu nehmen, müssen vorgängig die entsprechenden Formulare bei Frau Mühlethaler bestellt werden. Frau Mühlethaler benötigt eine Kopie ihres Mitgliederausweises, den Stammbaumnamen des zu testenden Retriever sowie einen frankierten Rückumschlag. Sie wird Ihnen dann das benötigte Formular zustellen.

Postanschrift: Anita Mühlethaler, Rütenenstrasse 29a, 6375 Beckenried

Abwicklung direkt über Optigen:

Der prcdPRA Test von Optigen kostet zur Zeit $ 195 (ca. CHF 206.00). Bei Online-Anforderung des Tests über die Optigen Webseite wird ein Rabatt von 5 % gewährt. Nicht enthalten in diesem Preis sind die Versandkosten der Probe in die USA.

Auftragsformular Optigen


prcdPRA: Die Erkrankung

Die Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), die durch kontinuierliches Fortschreiten immer zur Erblindung führt. Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, was zu fortschreitender Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens an das Dämmerlicht führt. Durch die Zerstörung der Zapfenzellen kommt es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes.
 
Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
 
Die Diagnose von Netzhauterkrankungen beim Hund ist oft schwierig. Der prcd-PRA Gentest ist sehr hilfreich für eine gesicherte Diagnose dieser Krankheit. 

Die Mutation und der Erbgang

Die für die prcd-PRA verantwortliche Mutation wurde im Jahr 2006 von der Arbeitsgruppe von Gustave D. Aguirre (University of Pennsylvania, USA) identifiziert.
Die prcd-PRA wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, daß ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte prcd-Gen tragen.
 
Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.

Die prcd-PRA folgt einem autosomal rezessivem Erbgang.

Es gibt drei Genotypen:

Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an prcd-PRA zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.

Genotyp N/PRA (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten prcd-PRA-Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an prcd-PRA zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem prcd-PRA mutationsfreien Hund verpaart werden.

Genotyp PRA/PRA (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten prcd-Gens und hat ein extrem hohes Risiko an prcd-PRA zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und sollte nur mit einem prcd-PRA mutationsfreien Hund verpaart werden.

Text mit freundlicher Genehmigung durch die Laboklin GmbH & Co.KG, D-97688 Bad Kissingen



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