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Erziehung

Es ist höchst unfair, seinen Hund nicht zu erziehen, denn Liebe allein gibt nicht die Sicherheit, die zur Bewältigung des täglichen Hundelebens nötig ist.

Die Ausgangslage bilden soziale Strukturen. Oder anders gesagt, in einer Familie mit Hund muss geklärt sein, wer die Führungrolle übernimmt und wer sonst noch gewisse Funktionen hat, genauso wie im Wolfsrudel.

Der Hund möchte sich von Natur aus richtig verhalten.

Aber er muss zuerst lernen, war wir von ihm erwarten. Wenn die zuständigen Betreuungspersonen diesen Auftrag wahrnehmen und den jungen Hund zum angestrebten Benehmen anleiten, ist das eine grosse Hilfe für ihn. Aber wie? Laute Worte, Schläge und Ungedult sind untaugliche Hilfsmittel. Intensive Beobachtung und Betreuung schaffen die Voraussetzungen, sprich sofortige Reaktionen.

Ein <<brav>> oder <<super gemacht>> in den höchsten Tönen ist eine angenehme Quittung, welche sich im Gehirn mit der bestimmten Handlung verbindet.

Setzen Sie das erzieherische Schwergewicht auf das Loben von Erwünschtem und schaffen Sie möglichst viele solche Situationen. Es gibt aber auch ungestüme Momente im Leben eines Welpen. Er packt die Kinder an den Pyjamahosen oder an den Fesseln und lässt sich kaum bändigen. Wer das lustig findet, wird nicht nur bald einmal tiefe Kratzer an den Armen haben, sondern auch um seine Vormachtstellung bangen müssen. Abwehren oder Wegschubsen hilft bei solchen «Anfällen» wenig. Eher das in Körpernähe nehmen und selber ganz ruhig werden. Sich befreien darf man ohne Weiteres, indem man über den Fang greift. Getrauen Sie sich wirklich, notwendige Grenzen zu setzen. Weitere denkbare Reaktionen wären ein «nein!» beim Packen des Elektrokabels, ein ablenkender Tauschhandel beim zerstörerischen Spiel mit den Teppichfransen, demonstratives «So spiele ich nicht», wenn es zu grob wird. Wichtig ist das zeitliche Zusammentreffen mit der Tat.

Welpenspielstunden

Welpenspielstunden, auch Prägungsspieltage genannt, möchten den Entwicklungsansprüchen unserer Welpen sowie dem Informationsbedürfnis ihrer Besitzer möglichst umfassend nachkommen. Das Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen soll das mit den Wurfgeschwistern ablösen. Dass jetzt andere Farben, verschiedene Felllängen, unbekannte Ruten- und Ohrenstellungen und neue Verhaltensmuster hinzukommen, entspricht dem Kennenlernen unterschiedlicher Dialekte. Vielfältige Entwicklungsvorgänge werden in spielerischem Umgang angeregt und erprobt.Die Zeit intensivsten Reifens, Wachsens, spielerischen Lernens dauert bis zum Alter von 16 Lebenswochen. Was der Welpe in dieser sensiblen Phase lustvoll und stressfrei kennen lernt, bereitet ihm später keine Angst.

«Milieutraining» oder Umwelterfahrungen

Auch Sie selber sollten die sensible Phase Ihres Welpen nutzen, um ihn mit allen möglichen Alltagssituationen zu konfrontieren. Schaffen Sie Gelegenheit zu (angeleinten!) Begegnungen mit:

  • Menschengruppen
  • Bahnhof, Strassenverkehr, Baustellen
  • Auto, Bus, Tram, Zug, Lift, Bergbahn
  • Velofahrer, Rollerskater, Jogger, Reiter
  • Rollstuhlfahrer, Personen an Krücken, ungewöhnliche Kleidungen

Und wie gesagt: Streicheln Sie Ihren Kleinen nicht, wenn er unsicher ist. Er soll sich ja eben an solch alltägliche Situationen gewöhnen.



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